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Zubehör für die Lüftungsanlage Pluggit AP 310

Pluggit AP310 Bedienfeld
Pluggit AP310 Bedienfeld
Photo by Sebastian Schaper

Einleitung

Es gibt eine Menge an Zubehör für die Lüftungsanlage Pluggit Avent P310, das die Anlage „schlauer“ machen und ihre Leistungsfähigkeit erhöhen kann. Erfahrt hier, welches Zubehör für Eure Lüftungsanlage sinnvoll ist.

Da ich immer mal wieder gefragt werde, welches Zubehör für die Lüftungsanlage wir verbaut haben und was ich davon halte: Wir haben fast das volle Programm, fehlt quasi nur noch Tieferlegung und Sportfahrwerk… 😉

Das Zubehör für die Lüftungsanlage im Einzelnen

Filter

Im Auslieferungszustand sind 2 Filter der Filterklasse G4 verbaut. Wir setzen inzwischen ein Set aus G4 + F7 Filtern ein. Der F7 ist etwas feiner und sitzt in der Frischluftzufuhr.

Die runden Filter in den Luftein- und -auslässen in den Räumen kann man mehrfach verwenden. Wir spülen die Filter in den Ablufträumen alle 3 Monate bei abgeschalteter Anlage mit Wasser aus und setzen sie wieder ein.

Automatischer Sommerbypass

Der automatische Sommerbypass umgeht in kühlen Sommernächten den Wärmetauscher der Lüftungsanlage und hilft damit, das Haus nachts abzukühlen. Hier findet Ihr die Anleitung zum Sommerbypass.

Sommerbypass in der Lüftungsanlage
Sommerbypass in der Lüftungsanlage
Photo by Sebastian Schaper

Siehe eigenen Artikel „Was bringt der Sommerbypass in der Lüftungsanlage?„.

Sensoren

Mit den Sensoren regelt sich die Anlage von alleine hoch und runter, wenn schlechte Luft oder hohe Luftfeuchtigkeit anfällt. Damit wird immer ausreichend, aber nicht zu viel gelüftet. Den VOC-Sensor finde ich dabei fast wichtiger als den Luftfeuchtesensor, der schlägt auch öfter an.  

VOC-Sensor

Der VOC-Sensor misst die Konzentration von VOC (volatile organic compounds) in der Abluft. So ziemlich alles, was stinkt, besteht zumindest teilweise aus VOCs. Geht die Konzentration über einen bestimmten (in der Anlage einstellbaren) Schwellenwert, dreht die Anlage in mehreren Stufen hoch, um wieder für frische Luft zu sorgen.

Hier findet Ihr die Anleitung zum VOC-Sensor.

Feuchtesensor

Der Feuchtesensor misst die relative Luftfeuchte in der Abluft. Geht die Luftfeuchte über einen bestimmten (in der Anlage einstellbaren) Schwellenwert, dreht die Anlage in mehreren Stufen hoch, um die Feuchtigkeit aus dem Haus zu lüften.

Hier findet Ihr die Anleitung zum Feuchtesensor.

Automatische Bedarfsregelung

Ist mindestens einer der beiden Sensoren verbaut, kann man die Lüfterstufen der Anlage automatisch anhand des Sensorwerts regeln lassen. Das ist die sog. automatische Bedarfsregelung.

Die Regelung über den VOC-Sensor und den Luftfeuchtesensor läuft parallel zueinander. Wenn die Luft „schlecht“ ist (hohe Konzentration von VOCs) oder die Luftfeuchte hoch, drehen die Lüfter schneller. Sind beide Werte niedrig, geht die Anlage auf die niedrigste Stufe. Dadurch braucht man kein Wochenprogramm mehr und auch keine festen Stufen. Die Anlage lüftet genau so viel wie nötig, aber nicht mehr. Vollautomatisch.

Lüftungsanlage Bedarfssteuerung
Lüftungsanlage Bedarfssteuerung
Photo by Sebastian Schaper

In der Grafik sieht man gut, wie die Bedarfssteuerung funktioniert. Über den Tagesverlauf wechselt die Lüftungsanlage durch alle Lüfterstufen (rote und grüne Kurven). Wenn „wenig los“ ist, läuft sie auch mal eine ganze Weile auf Stufe 1, was in einem bewohnten Haus und ohne Sensorik auf Dauer zu wenig wäre.

Man sieht, dass die Lüfter hochdrehen, sobald der VOC-Sensor (braune Kurve) „dicke Luft“ meldet. Dann sieht man die VOC-Werte in einer exponentiellen Kurve (haben wir jetzt ja alle wieder gelernt, was das ist 😉 ) abfallen, bis sie wieder auf ein Niveau kommen, wo die Lüfter wieder langsamer laufen können. Gleiches gilt für den Luftfeuchtesensor (blaue Kurve), was aber in diesem Beispiel nicht so sichtbar ist (in der Kurve sind ein paar Ausreißer, die wohl vom Auslesen kommen und nicht vom Sensor selber).

Elektrisches Vorheizregister als Zubehör für die Lüftungsanlage

Mit dem elektrischen Vorheizregister wird die Frischluft angewärmt, die in die Anlage einströmt, wenn es im Winter deutlich unter 0 Grad ist. Wäre das nicht der Fall, könnte der Wärmetauscher einfrieren und kaputtgehen. Damit das nicht passiert, schaltet sich die Anlage sicherheitshalber ab. Das Haus wird also nicht mehr gelüftet.

Vorteil des elektrischen Vorheizregisters: Die Anlage läuft auch im tiefsten Winter durch, man muss sich um nichts kümmern. Immer frische Luft, gerade wenn man wegen der Kälte nicht die Fenster aufreißen will. Nachteil: Das Vorheizregister braucht Strom, wenn es läuft. Das passiert bei uns im Rhein-Main-Gebiet allerdings nur in einer handvoll Nächte im Jahr, ist also fast vernachlässigbar.

Lüftungsanlage Vorheizregister
Lüftungsanlage Vorheizregister
Photo by Sebastian Schaper

In der Grafik sieht man unten in rosa, wie das elektrische Vorheizregister per Thermostatsteuerung immer wieder zeitweise angeschaltet wird, sobald die Außentemperatur (rote Kurve) etwas unter den Gefrierpunkt fällt. Das Vorheizregister läuft also nicht 100% der Zeit durch. Die anderen Temperaturen in der Anlage reagieren nach dem Einschalten des Vorheizregisters entsprechend.

Hier findet Ihr die Anleitung zum elektrischen Vorheizrehgister.

Luftbefeuchter als Zubehör für die Lüftungsanlage

Als weiteres Zubehör für die Lüftungsanlage Pluggit AP 310 gibt es noch einen Luftbefeuchter von Pluggit. Dieser war uns allerdings in Anschaffung sowie Betrieb zu teuer. Ich teste deswegen als Alternative gerade einen Enthalpiewärmetauscher, um trockener Luft im Winter entgegen zu wirken.

30 Kommentare zu „Zubehör für die Lüftungsanlage Pluggit AP 310“

      1. Hallo,

        welchen Entalpietauscher haben sie gekauft? Artikelnummer / Link?
        Wie sind ihre Erfahrungen dazu? Konnten sie damit die Luftfeuchte signifikant erhöhen?

        1. Hallo Andreas,

          das genaue Modell kann ich Dir nicht sagen, es wird wohl auch nicht mehr angeboten (war aber explizit als Enthalpiewärmetauscher für die Pluggit AP 310 angeboten worden). Es war ein „anderer“ Wärmetauscher, der mit einem Umbausatz geliefert wurde, um ihn passend machen zu können.

          Stimmt, ich wollte von meinen Erfahrungen berichten (muss ich demnächst mal etwas ausführlicher machen). Ja, die Luftfeuchte im Haus hat sich mit dem Enthalpie-Wärmetauscher auf ca. 45 Prozent steigern lassen, ohne sonstige Maßnahmen. Wir sind damit zufrieden.

          Viele Grüße,

          Sebastian

          1. Hallo Sebastian,

            hast du einen Link zu dem Gerät das du eingebaut hast? Ist das für Laien machbar? Gruß Robert

            1. Hallo Robert,

              wie in den Kommentaren beschrieben, gibt es den Enthalpiewärmetauscher nicht mehr bei dem Lieferanten, von dem ich ihn hatte. Ich kann Dir also nicht mit einem Link dienen, sorry.

              Der Einbau war einfach machbar, nachdem ich die Anleitung angefordert hatte, die zunächst nicht dabei war.

              Viele Grüße
              Sebastian

      2. Hat jemand einen 4-Personenhaushalt (oder mehr) und eine Pluggit-Belüftungsanlage mit VOC- und CO2-Sensor? Welcher der beiden Sensoren macht mehr Sinn um eine gute Luftqualität (insbesondere im Schlafzimmer) sicherzustellen? Welcher spricht eher an?
        Wir haben aktuell lediglich den Feuchtesensor installiert und als Grenzwert in iFlow 60% eingestellt, sodass die Anlage aktuell aufgrund der niedrigen Luftfeuchtigkeit dauerhaft auf Stufe 1 läuft.

        1. Hallo Ariane,

          ich habe den Feuchte- und VOC-Sensor installiert. Der VOC-Sensor erkennt primär „schlechte Luft“ durch diverse Ausdünstungen (menschlich/tierisch oder chemisch, z.B. Deospray). Den CO2-Gehalt, der ja mit „verbrauchter Luft“ gleichgesetzt wird erkennt er nicht. Die Luft kann also durchaus „verbraucht“ sein, und der VOC-Sensor meldet „alles fein“. Dies insbesondere, wenn die Luft nur in einzelnen Räumen schlechter ist – da der VOC-Sensor zentral in der Anlage sitzt, bekommt er nur eine Mischung der Abluft aus dem ganzen Haus zu „sehen“.

          Es gibt von Pluggit einen CO2-Sensor namens FRCO2, der in einem Wohnraum oder Schlafzimmer installiert werden kann und per Busleitung mit der Anlage verbunden wird. Ob das noch geht, wenn bereits Feuchte- und VOC-Sensor installiert sind, kann ich nicht sagen. Ich habe davon gelesen, dass man nur zwei Sensoren gleichzeitig an der AP310 betreiben kann. Aufgrund des Preises von mindestens 700 € habe ich bisher auch davon abgesehen, diesen Ansatz weiter zu verfolgen…

          Ich würde empfehlen, den CO2-Wert mittels eines tragbaren Geräts, z.B. des Aranet 4 zu überprüfen, z.B. im Schlafzimmer vor und nach dem Schlafen. Steigen die Werte zu stark an, kann man die Luftmenge erhöhen oder die Luftmengen anders auf die Zimmer aufteilen.

          Für eine automatische Steuerung machen fest installierte Sensoren in mehreren Räumen Sinn, entweder der erwähnte FRCO2 von Pluggit oder welche, die zum eigenen Smart Home passen. Ich habe einige Airsniffer mini in meine Homematic-Installation integriert. Diese sind recht bezahlbar, müssen aber selber zusammengelötet werden und sind nicht immer lieferbar. Bei mir wird die Lüftungsanlage hochgefahren, wenn mindestens einer der Sensoren schlechte Luft meldet.

          Viele Grüße

          Sebastian

      1. Hallo Benny,

        Du kannst beide Sensoren gemeinsam in der Anlage einsetzen. Dann reagiert die Anlage sowohl auf schlechte Luft als auch auf hohe Luftfeuchtigkeit und regelt ihre Drehzahlen entsprechend.

        In der App sieht man dann auch beide Werte.

        Viele Grüße

        Sebastian

          1. Hallo Christopher,

            da kannst Du erst einmal die Standardwerte belassen. In der Anleitung bzw. der Software ist die Bedeutung der verschiedenen Werte erklärt. Du kannst sie nach Bedarf auch anpassen. Ich habe z.B. den Wert für die Soll-Luftfeuchte relativ hoch gestellt, damit die Anlage im Winter nicht gleich bei kleineren Erhöhungen alles weglüftet und so die Luft weiter austrocknet. Im Sommer reicht uns der etwas höhere Wert auch noch aus, damit die Luft nicht zu feucht wird.

            Viele Grüße

            Sebastian

            1. Welchen Wert habt ihr für die Luftfeuchtigkeit im Sommer und Winter eingestellt? Wie haben aktuell als Soll Wert für den Winter 60% und im Sommer 55% eingestellt

              1. Hallo Ariane,

                ich habe die Anlage auch auf 55% stehen.

                Im Winter hat dieser Wert aber keine Relevanz, weil die Anlage ja nur „hochdreht“, wenn die 55% überschritten werden, und wir im Winter durch das Heizen ja eher zu trockene Luft haben (s. Trockene Luft). Die Anlage kann die Luftfeuchte ja nicht erhöhen (durch Verdampfung von Wasser), sondern nur senken (durch höheren Luftaustausch).

                Im Sommer spielt es eigentlich auch keine Rolle, denn wenn im Haus die relative Luftfeuchte bei diesem Wert ist (meistens ist es dann draußen auch sehr schwül), und die Luft außen wärmer ist, steigt ihre relative Luftfeuchte beim Einsaugen ins Haus ja sogar noch an. In diesem Fall bringt das Hochdrehen ab 55% also oft auch nicht wirklich viel, weil es keine Verbesserung bringt.

                Daher ist es m.E. relativ egal, ob da jetzt 55% oder 60% stehen. 🙂

                Viele Grüße

                Sebastian

        1. Hallo Christoph,

          die Avent B95 müsste ein anderes Gerät sein. Ob der Wärmetausche für die AP310 passt, kann ich nicht sagen.

          Das Vorheizregister hat bloß 2×600 Watt, das reicht nicht, um ein Haus zu heizen. Es dient nur dazu, die einströmende Luft soweit vorzuwärmen, dass der Wärmetauscher nicht einfriert. Das Heizen mit dem Vorheizregister wäre gegenüber einer Wärmepumpe oder einer Gas-Brennwertheizung auch vergleichsweise ineffizient und teuer.

          Viele Grüße

          Sebastian

          1. Hallo Sebastian,
            das stimmt mit dem anderen Modell. Hab mich wohl vom Suchergebnis und der gleichen Optik täuschen lassen. Danke für den Hinweis.

            Gruß Christoph

      2. Hallo an alle,

        mich interessiert das Thema mit dem Vorheizregister sehr.
        Ich habe eine Bosch Vent 5000C HR 230 W, die ja anscheinend baugleich zur Pluggit ist.
        Bei meiner Anlage ist das Vorheizregister schon verbaut und ich würde gerne SELBST das Vorheizregister bei PV-Überschuss aktivieren.
        Steuerung sämtlicher Modi, Bypass und Lüfterstufen per Modbus durch meine Loxone funktioniert tadellos und darüber würde ich auch gern das Heizregister „manuell“ steuern.
        Hat jemand schon etwas in diese Richtung zum Laufen bekommen?

        Viele Grüße
        Alex

        1. Hallo Alex,

          ich habe damit keine Erfahrung, bin mir aber nicht ganz sicher, ob das Vorheizregister dafür gedacht ist bzw. genug Heizleistung bringt, damit man es im Haus merkt. Wenn man überschüssigen Strom hat, würde ich den primär in die Wärmepumpe stecken, wenn vorhanden. Die setzt den Strom effizienter in Wärme um als das Vorheizregister.

          Aber vielleicht findet sich ja jemand, der das bereits am Laufen hat?

          Viele Grüße

          Sebastian

      3. Du schreibst, der Enthalpiewärmetauscher von Filter-Caps sei ein anderer, der mit einem Umbaukit passend gemacht wurde. Lässt sich irgendwie herausfinden, was das für ein anderer war? Evtl. gelingt es mir dann ja, den im Eigenbau passend zu machen.
        Wäre klasse, wenn da irgendwo noch die ursprüngliche Modellbezeichnung oder Ähnliches zu finden wäre oder wenigstens der ursprüngliche Hersteller.

        Danke,
        Ben

        1. Hallo Ben,

          ich habe noch mal nachgesehen. Das müsste ein Core C-ERV48 sein. Da war noch ein „Umbausatz“ mit Styroporstreifen in Metallschienen dabei. Ohne wäre der Enthalpiewärmetauscher zu klein für die Pluggit AP310.

          Viele Grüße

          Sebastian

      4. Hallo Sebastian, ich habe seit letztem Jahr ein Vorheizregister in meine AP310 Lüftungsanlage eingebaut. Der Test per Iflow und den Installateur Zugang hat funktioniert. Dennoch erhalte ich seit zwei Tagen immer den Fehler E11. Hast du evtl. eine Idee / Tipp für mich?

        LG Stefan

        1. Hallo Stefan,

          den Fehler hatte ich selber noch nicht.

          Was mir dazu einfällt: Ist der Vorheizer auf der richtigen Seite der Anlage eingebaut? Ich habe Folien von einem Webinar gefunden, in denen das erklärt wird: In der Gerätevariante A muss das Vorheizregister rechts eingebaut werden, in der Gerätevariante B links. Das Webinar stammt zwar von Pluggit, aber die Info habe ich direkt bei Pluggit noch nicht gefunden.

          Vielleicht auch mal die Position des A/B-Schalters kontrollieren und prüfen, ob diese zu der Verlegung der Luftrohre passt. Eventuell ist der Schalter unabsichtlich beim Einbau des Vorheizregisters bewegt worden. Dann müsstest Du allerdings auch allerhand andere „komische“ Effekte haben.

          Wenn Du selber nicht weiterkommst, ruf‘ den Installationsbetrieb an. Wenn die nicht weiterkommen, können sie jemanden von Pluggit anfordern. Spätestens die kennen sich gut aus und finden den Fehler.

          Viele Grüße

          Sebastian

      5. Hallo Sebastian!

        Wie ist denn in der Zwischenzeit deine Langzeit-Erfahrung zum Enthalpie Wärmetauscher? Du hast ihn ja scheinbar seit 2022 in Betrieb.
        Wir haben eine Luftfeuchtigkeit von 32 % im Winter und das, obwohl ich nur mit Stufe 2 Lüfte. Von daher bin ich für den nächsten Winter doch am überlegen die 1.300 € für den Enthalpie Wärmetauscher bei filter-caps zu investieren.

        Mich würde aber trotzdem mal deine Langzeiterfahrung interessieren. Du wechselst im Sommer dann vermutlich auch wieder auf den normalen zurück oder?

        Des weiteren würde mich interessieren:
        Wie reinigst du den Wärmetauscher? Ich mache das 1x im Jahr nur mit einer Wasser / Spühli Mischung. Würde ihn allerdings gerne auch desinfizieren wollen.
        Als ich eine Firma da hatte (PS Lüftungssysteme), haben die allerdings ein Desinfektionsspray in den Wärmetauscher gesprüht / verdampfen lassen.

        1. Hallo Sascha,

          danke für Deine Fragen.

          Ein Hinweis vorab: Ich weiß nicht, ob der Enthalpiewärmetauscher, den filter-caps derzeit anbietet, der gleiche ist, den ich im Einsatz habe. Er war ja eine ganze Weile nicht verfügbar und war zeitweise auch nicht mehr im Shop gelistet.

          Ja, ich setze den Enthalpie-Wärmetauscher jetzt seit 2022 ein und benutze ihn nur während des Winters. Er erfüllt seinen Zweck, die Luftfeuchtigkeit auf ca. 40 Prozent zu halten. Allerdings unterstützen wir zusätzlich mit einem zentralen Luftbefeuchter im Wohnraum. Durch den Enthalpiewärmetauscher wird die abgezogene Feuchte ja teilweise wieder an die anderen Räume abgegeben. Das ist in Summe deutlich angenehmer, als es vorher mit dem Standard-Wärmetauscher (auch mit Luftbefeuchter) war.

          Allerdings gibt es immer mal wieder eine Fehlermeldung in der Anlage (E3 Sommerbypass, Zu-/Abluft-Disbalance) und bei kalten Außentemperaturen auch die E11 (Zulufttemperatur unter 5°C).

          Ich hatte mehrfach den Kundendienst da, der den Fehler nicht finden konnte, am Ende aber den Enthalpiewärmetauscher verantwortlich gemacht hat und den normalen Wärmetauscher wieder eingesetzt hat. Ein Tausch des Sommerbypass half übrigens auch nicht. Ich habe dann in mehreren Versuchen die wahrscheinliche Ursache gefunden:

          • Die wöchentliche Kalibrierung schlägt bei meiner Anlage ab und an fehl. Das scheint aber bei beiden Wärmetauschern zu passieren (ich glaube, das ist auch schon von Anfang an so).
          • Das löst manchmal die Fehlermeldung E3 aus – Der Sommerbypass hat aber mit diesem Fehler nichts zu tun!
          • Bei der (Initial-)-Kalibrierung wird die Druckdifferenz über den Wärmetauscher in der Zu- und Abluft bei verschiedenen steigenden Drehzahlen gemessen.
          • Daraus werden dann die notwendigen Ventilatordrehzahlen ermittelt, damit die Luftmengen und die Zuluft-Disbalance richtig eingestellt werden können. Z.B. bei Abluft-Flow 210 m³/h soll der Zuluft-Flow 200 m³/h (200 – 5%) betragen.
          • Die Kalibrierung schlägt fehl, wenn eine gewissen Mindest-Druckdifferenz (22 Pa?) nicht aufgebaut werden kann. Ursache kann (auch) ein zugesetzter Abluftfilter (bei mir links) sein!
          • Nach fehlgeschlagener Kalibrierung läuft die Anlage mit Standard-Werten (ich nenne das mal „Notbetrieb“).
          • Im Notbetrieb scheint das Vorheizregister nicht angesteuert zu werden, was zusätzlich zu dem Fehler 11 führt, wenn es draußen friert. Dann alarmiert die Anlage mit Piepstönen und schaltet sich ab.

          Lösung:

          • Die Ini-Kalibrierung manuell anstoßen. Nach Beendigung per „Download“ prüfen, ob die Kalibrierung geklappt hat.
          • Bei Fehler die Filter kontrollieren und ggfs. tauschen
          • Ini-Kalibrierung wiederholen. Während der Kalibrierung sieht man, wie die Drehzahlen und die Druckdifferenzen steigen
          • Falls auf einer oder beiden Seiten gar keine Druckdifferenz angezeigt wird, die Luftschläuche am SensorFlow und „Sensor-Röhrchen“ auf Durchgängigkeit und Beschädigungen/Risse prüfen. Ich hatte tatsächlich einen kleinen Riss in einem der Schläuche. Ob die Sensoren elektrisch funktionieren, kann man an den mittleren Pins der SensorFlow-Platine messen: Es lassen sich 1-2 V gegen GND (rechts) messen, die sich verändern, wenn man vorsichtig in die Schläuche bläst.

          Hinweis: Das sind meine persönlichen Erfahrungen und Lösungsansätze. Ich kann dafür keine Garantie übernehmen. Bitte bei allen Arbeiten an der Anlage die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen einhalten!

          Zur Reinigung habe ich irgendwann mal einen „GreenXL Foam Cleaner“ probiotischen Reiniger für Klimaanlagen bei einer Filterbestellung mitbestellt. So einen hatte der Servicetechniker auch im Einsatz. Mit diesem sprühe ich beim Saisonwechsel die Wärmetauscher ein, lasse es kurz einwirken und spüle dann mit lauwarmem Wasser unter der Dusche nach. Danach lasse ich die Wärmetauscher gut trocknen. Bisher funktionier das einwandfrei und die Wärmetauscher sind weder optisch, noch olfaktorisch auffällig. Allzu schmutzig werden sie bei mir aber eh nicht, weil die Filter sehr viel abhalten und ich sie rechtzeitig wechseln.

          Viele Grüße

          Sebastian

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