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Heizung zu warm oder zu kalt

Fußbodenheizung
Fußbodenheizung
Photo by Sebastian Schaper

Es ist im ganzen Haus zu warm oder zu kalt? In einzelnen Räumen ist es immer zu warm oder immer zu kalt im Vergleich zum Rest des Hauses? Manche Räume werden gar nicht richtig warm? Andere sind ständig zu warm? Der Fußboden ist an einigen Stellen richtig warm und nicht nur handwarm? Hier findet Ihr einige Hintergrund-Informationen, warum das so ist, damit Ihr mit den richtigen Maßnahmen Abhilfe schaffen könnt. Die Tipps beziehen sich auf moderne, gut gedämmte Ausbau- bzw. Fertighäuser mit Fußbodenheizung und energieeffizienten Heizsystemen (z.B. Wärmepumpe oder Gas-Brennwertheizung).

Bonus: Durch die korrekte Einstellung der Heizungsanlage und der Fußbodenheizung habt Ihr nicht nur ein behagliches Klima im Haus, ohne ständig nachzuregeln. Ihr spart auch noch Energie und damit Kosten!

Moderne Fußbodenheizungen

Vergesst am besten alles, was Ihr bisher über Fußbodenheizungen wusstet. Moderne Häuser sind so gut gedämmt und moderne Heizsysteme so effizient, dass niemand mehr “glühende Füße” o.ä. befürchten muss. Nur als Hausnummer: Heutige Fußbodenheizungen laufen mit Wassertemperaturen von unter 35° C, im Normalbetrieb meist sogar deutlich unter 30° C. Die Häuser sind trotzdem behaglich warm. Man bemerkt zwar mit der Hand den Unterschied zwischen einem beheizten und einem unbeheizten Boden. Richtig “warm” wird der Fußboden aber nicht. Ist das doch der Fall, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Wassertemperaturen in der Fußbodenheizung zu hoch sind. Dabei arbeitet die Anlage nicht so effizient wie eigentlich möglich und es wird Energie verschwendet.

Fußbodenheizung vor Estrich
Fußbodenheizung vor Estrich
Photo by Sebastian Schaper

Auch das gerne vorgebrachte Argument, durch die Fußbodenheizung würde die Luft im Haus so trocken, ist nicht korrekt. Doch dazu gibt es einen eigenen Artikel

Trägheit der Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist sehr träge. Da mit dem Estrich eine große Fläche und und eine große Masse als “Heizkörper” verwendet wird, dauert das Aufheizen lange. Ebenso heizt der Estrich eine ganze Weile lang nach, nachdem seine Erwärmung durch die Fußbodenheizung abgeschaltet wurde. Temperaturänderungen erfolgen also langsam, im Bereich von mehreren Stunden. Mal kurz einen Raum aufheizen (zum Beispiel morgens beim Aufstehen) und wieder abkühlen ist nicht möglich, aber auch nicht notwendig.

Moderne Häuser sind sehr gut gedämmt, so dass sie die Wärme sehr gut halten. Früher konnte man durch “Nachtabsenkung” und andere Maßnahmen noch Energie sparen, ist das in modernen Häusern nicht mehr sinnvoll. Das Wieder-Aufheizen nach der Absenkung braucht mehr Energie und ist weniger effizient als einfach die Temperatur konstant zu halten. Moderne Heizanlagen sind effizienter, wenn sie bei niedriger Last durchgehend laufen, als immer wieder kurzzeitig bei hoher Last. Ihr braucht Euch also nicht mit solchen “Optimierungen” zu beschäftigen.

Die Trägheit der Fußbodenheizung ist also eher als Vorteil zu sehen, auch wenn die Steuerung im ersten Moment schwieriger erscheint.

Große Temperaturunterschiede innerhalb des Hauses sind ebenfalls nicht so einfach herzustellen; Das Haus als ganzes ist gut gedämmt und die Temperaturen gleichen sich innerhalb des Hauses durch den Luftaustausch aneinander an. Es spricht aber nichts dagegen, z.B. in den Schlafräumen 19-20 Grad, in den Wohnräumen 21,5 und in den Bädern 23 Grad anzustreben. Räume (bis vielleicht auf den Technikraum und die Speisekammer) ganz unbeheizt zu lassen bringt wenig. Sie werden durch die anderen Räume mitgeheizt, allerdings mit einer kleineren Heizfläche, was die Effizienz verringert.

Zentrale Regelung der Heizungsanlage

Außentemperatur

Eine moderne Heizungsanlage (ob Gas, Öl oder Wärmepumpe) wird über die Außentemperatur, die gemessen und geglättet wird, geregelt. Das nennt man “witterungsgeführt”. Dazu ist an der Außenwand des Hauses ein Temperatursensor aufgehängt. Er befindet sich meist auf der Nordseite, damit der Sensor nicht durch Sonneneinstrahlung falsche Werte liefert.

Temperaturfühler Heizungsanlage
Temperaturfühler Heizungsanlage
Photo by Sebastian Schaper

Heizkurve kurz erklärt

Heizkurve
Photo by KarstenG on Wikipedia

In der sog. Heizkurve, die zentral in der Anlage hinterlegt wird, wird der Zusammenhang zwischen Außentemperatur und der sog. Vorlauftemperatur festgelegt. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser aus der Anlage in die Fußbodenheizung eingeleitet wird. Das Heizwasser wird von der Anlage auf die benötigte Vorlauftemperatur gebracht. Je kälter es draußen ist, umso mehr Wärme braucht das Haus, und umso höher muss die Vorlauftemperatur sein. Die Heizkurve sagt der Heizung also, wie warm das Heizwasser bei einer bestimmten Außentemperatur gemacht werden soll.

Ist die Heizkurve und damit die Vorlauftemperatur richtig eingestellt, verliert das Haus über die Außenwände, Fenster, etc. genau so viel Wärme, wie ihm über die Heizung zugeführt wird und es ergibt sich ein dynamisches Gleichgewicht. Als Ergebnis und im Idealfall bleibt die Temperatur im Innern des Hauses konstant, es kühlt weder aus, noch wird es immer wärmer – und das automatisch und bei jeder Außentemperatur. Die passende Einstellung der Heizkurve auf den genauen Heizbedarf Eures Hauses ist also sehr wichtig!

Ersteinstellung der Heizkurve

Die Heizkurve wird in der Regel bei der Inbetriebnahme der Heizung durch den Heizungsbetrieb relativ grob eingestellt. Da der Monteur nur kurz im Haus ist, ist eine Anpassung an die Bedingungen des Hauses kaum möglich. Oft findet die Installation ja auch in der wärmeren Jahreszeit statt.

Erfahrungsgemäß wird die Heizkurve eher zu hoch als zu niedrig eingestellt. Klar, denn dann ist es immer warm genug (im Zweifelsfall zu warm) im Haus und der Kunde ruft nicht an, weil es ihm zu kalt ist. Eine zu hoch eingestellte Heizkurve sorgt aber für unnötige Heizkosten (ohne dass man es sofort merkt). Deswegen macht es Sinn, die Heizkurve in den ersten 1-2 Heizperioden zu optimieren, so dass das Haus gerade warm genug wird, aber nicht überheizt wird. Das muss man über mehrere Tagen/Wochen bei verschiedenen Außentemperaturen in kleinen Schritten durchführen.

Optimierung der Heizkurve: Vorbereitungen

Heizkreisverteiler
Heizkreisverteiler
Photo by Sebastian Schaper

Die Einstellung sollte man bei komplett offenen Stellantrieben im Heizkreisverteiler durchführen, damit alle Räume die maximale Menge an warmem Wasser erhalten. Dazu stellt man die Stellantriebe in den Heizkreisverteilern auf “manuell” (wenn diese eine entsprechende Einstellung haben). Wenn nicht, dreht man einfach die Raumthermostaten in allen Räumen auf die höchste Stellung. Dadurch öffnen sich die Stellantriebe. Das kann man daran sehen, dass in den “Schaugläsern” im Heizkreisverteiler Durchfluss angezeigt wird (die roten Scheiben bewegen sich von der Null-Stellung (im Bild oben) weg, solange die Heizung (genauer: die Umwälzpumpe der Heizung) läuft. Sind alle Stellantriebe offen, müsste in allen Schaugläsern Durchfluss sichtbar sein. Dass verschiedene Heizkreise verschiedene Durchflussmengen bekommen, ist normal und auch gewollt.

Durchflussanzeiger
Durchflussanzeiger
Photo by Sebastian Schaper

Sind die Stellantriebe nicht alle offen, bekommt man nicht mit, wenn die Heizkurve zu hoch eingestellt ist: Wird der Raum zu warm, regelt der Raumthermostat ab, schließt den Stellantrieb und die Heizung produziert weiter warmes Wasser, das dann aber nicht mehr vom Haus abgenommen wird. Außerdem arbeitet die Umwälzpumpe gegen geschlossene Ventile an, was nicht effizient ist und den Verschleiß erhöht.

Im Idealfall sind also alle Ventile offen, und das Haus erreicht in jedem Raum die gewünschten Temperaturen, aber nicht mehr.

Geduld erforderlich

Zur Einstellung braucht man Geduld – man muss sie einmal, bei eher milden Temperaturen (ca. 5° C) vornehmen, und einmal bei möglichst kaltem Wetter (deutlich unter 0° C). Oft muss man dann auch noch ein paar Mal zwischen mild und kalt hin- und herwechseln und sich an die optimale Einstellung heranarbeiten, damit es bei allen Außentemperaturen passt.

Idealerweise sucht man sich ein paar Tage, in denen die Außentemperaturen eher konstant bleiben, damit die Anlage möglichst stabil läuft und man nicht der Regelung hinterher-optimiert. Wenn man die Außentemperaturen und die erreichten Innentemperaturen in den wichtigsten Räumen regelmäßig misst und protokolliert, muss man sich nicht auf sein subjektives Gefühl verlassen (wobei auch das nicht ganz außer Acht gelassen werden sollte!). Das kann man ganz low-tech mit Thermometer und Aufschreiben machen, oder durch eine automatische Protokollierung von SmartHome-Temperatursensoren.

Praxisbeispiel

Im Bild sieht man die Temperaturverläufe einiger Räume unseres Hauses im Herbst 2020 (obere Hälfte). Leichte Schwankungen im Tagesverlauf je nach Nutzung und Sonneneinstrahlung sind nicht zu vermeiden, aber im Lauf der Zeit sind die Temperaturen ziemlich stabil (typische Schwankungen um nur 0,5° K), obwohl die Außentemperaturen (untere Kurve) um ca. 15° K geschwankt haben. Das Ziel, die Innentemperaturen unabhängig von der Außentemperatur zu halten, wird also weitestgehend erfüllt.

Raumtemperaturen (oben) und “gemischte” Außentemperatur (unten)

Vorgehen bei der Optimierung der Heizkurve

Je nach Steuerungseinheit der Heizungsanlage gibt es verschiedene Einstellungsmöglichkeiten und Bezeichnungen für die Heizkurve. Aber im Grundsatz ist die Heizkurve eine Gerade, und eine Gerade wird durch zwei Werte festgelegt:

  • Steigung (oder Neigung) und Parallel-Verschiebung (oder Niveau)
  • Zwei Wertepaare aus Außentemperatur und Vorlauftemperatur
Heizkurve
Photo by KarstenG on Wikipedia

In der Praxis sind die meisten Heizkurven keine perfekte Gerade, sondern mehr oder weniger gekrümmt. Das wird gemacht, um sie an das nicht ganz lineare Verhalten der Heizkörper bzw. Fußbodenheizung anzupassen. Und auch die Parallelverschiebung muss keine Verschiebung nach oben oder unten sein, sie kann auch “schräg” erfolgen.

In der Installations- oder Betriebsanleitung der Heizung findet man unter dem Stichwort “Heizkurve” die genauen Bezeichnungen der jeweiligen Parameter. Dort ist auch beschrieben, wo man sie in den Menüs der Steuerung findet. Es sind auch meist einige Kurven zu den verschiedenen Werten abgebildet.

Die richtigen Zahlenwerte muss man durch schrittweises Probieren herausfinden. Es gibt keine allgemein gültigen Werte für jedes Haus. Einige grundlegende Hinweise:

  • Bei einer Flächenheizung wie einer Fußbodenheizung ist die Heizkurve flacher als bei einer Heizung mit Heizkörpern. Eine eher niedrige Steigung von ca. 0,5 (also pro 1 Grad sinkender Außentemperatur steigt die Vorlauftemperatur um ein halbes Grad) ist bei Fußbodenheizungen gängig.
  • Durch die gute Dämmung moderner Häuser ist generell weniger Heizwärme nötig als bei älteren Häusern. Dies sorgt ebenfalls für eine flachere und tiefere Heizkurve.

Bei uns hat sich der Wert 0,4 für die Steigung bewährt. In unserer Anlage heißt der Parameter “Heizkennlinie 1 Steilheit”. Für die Parallelverschiebung (bei uns “Heizkennline Parallelverschiebung Heizkreis 1”) haben wir den Wert -3,0° C eingestellt.

Faustregeln für die Optimierung der Heizkurve

Für die Einstellung der Heizkurve kann man folgende Punkte als Orientierung nehmen:

  • Ist es bei milden Außentemperaturen im Haus zu warm und bei kalten Außentemperaturen ebenfalls zu warm, muss der Nullpunkt bzw. die Parallelverschiebung gesenkt werden.
  • Wenn es bei milden Außentemperaturen im Haus zu kalt und bei kalten Außentemperaturen ebenfalls zu kalt ist, muss der Nullpunkt bzw. die Parallelverschiebung erhöht werden.
  • Ist es bei milden Temperaturen passend und bei kalten Temperaturen zu kalt, muss die Steigung erhöht werden.
  • Wenn es bei milden Temperaturen passend und bei kalten Temperaturen zu warm ist, muss die Steigung gesenkt werden.
  • Ist es bei milden Temperaturen zu warm und bei kalten Temperaturen zu kalt, muss die Parallelverschiebung gesenkt und die Steigung erhöht werden.
  • Wenn es bei milden Temperaturen zu kalt und bei kalten Temperaturen zu warm ist, muss die Parallelverschiebung erhöht und die Steigung gesenkt werden.

Hydraulischer Abgleich

Ebenfalls im Rahmen der Inbetriebnahme sollte der hydraulische Abgleich gemacht worden sein. Dieser ist in vielen Fällen vorgeschrieben (z.B. bei bestimmten Förderprogrammen). Ihr solltet ein Protokoll über die Durchführung vom Heizungsbauer erhalten. Bei diesem Abgleich werden die Wassermengen, die die einzelnen Heizkreise erhalten, so eingestellt, dass jeder Raum genau die Wasser- und damit Wärmemenge bekommt, die er braucht, um die gewünschte Temperatur zu erreichen und zu halten. Der hydraulische Abgleich in der Regel nach den bei der Planung berechneten Werten durchgeführt. In der Praxis können die Verhältnisse vor Ort immer etwas von der Planung abweichen.

Thermischer Abgleich

Den hydraulischen Abgleich kann man weiter optimieren, bis alle Räume die gewünschten Temperaturen erreichen und halten. Dann wird also kein Raum zu kalt oder zu warm. Hierbei dreht man im Heizkreisverteiler die einzelnen “Schaugläser” um eine halbe Umdrehung auf bzw. zu und wartet einige Stunden ab. Die Temperatur im jeweiligen Raum nähert sich der Wunschtemperatur. Auch hier wieder müssen alle Stellantriebe im Verteiler offen sein. Dieses Vorgehen nennt man thermischen Abgleich, weil die Einstellungen nach den tatsächlichen Temperaturen vorgenommen werden.

Durchflussanzeiger
Durchflussanzeiger
Photo by Sebastian Schaper

Heizgrenze

Dieser Wert legt fest, ab welcher Außentemperaturen die Heizungsanlage im Herbst überhaupt anspringt bzw. im Frühjahr abschaltet. Je besser ein Haus gedämmt ist und je “geschützter” es liegt, desto niedriger kann der Wert sein. In einem gut gedämmten Haus reicht die “Abwärme” von Menschen, Geräten und die Sonneneinstrahlung oft schon aus, um es bei eher milden Außentemperaturen ausreichend warm zu halten. Auch die Heizgrenze kann man in den ersten paar Heizperioden optimieren. Wegen des recht kurzen Zeitfensters, in dem sich dieser Wert auswirkt, kann es etwas dauern, bis man einen guten Wert hat. Bei uns haben wir eine Heizgrenze von 14° C eingestellt.

Raumtemperatur

In den meisten Heizungsregelungen gibt es auch einen Wert “Raumtemperatur”, den man einstellen kann, oft an einem zentralen Steuergerät. Hier gibt es zwei Punkte zu beachten:

Die tatsächliche Raumtemperatur wird heutzutage nicht mehr zur Steuerung der Heizung hergenommen – was sich zunächst widersinnig anhört, ist wegen der großen Trägheit der Fußbodenheizung sinnvoll: Bis diese auf kurzfristige Änderungen der Innenraumtemperatur reagieren kann, ist der Wärmebedarf längst ein anderer. Viel sinnvoller ist die beschriebene Steuerung durch die Außentemperatur, da von ihr der Wärmebedarf des gesamten Hauses abhängt. Außerdem ist die Messung der Temperatur in nur einem Raum zur Steuerung der Heizung im ganzen Haus nicht sinnvoll – wird dieser Raum z.B. durch Sonneneinstrahlung warm, würde die Heizung auch in den Räumen auf der Schattenseite des Hauses abgeschaltet. Diese Aufgabe übernimmt heutzutage die (vorgeschriebene) Einzelraumregelung mit Raumthermostaten in jedem Raum.

Die Einstellung “Raumtemperatur” in der Heizungsanlage hat daher wenig mit der tatsächlich erreichten Raumtemperatur zu tun, sie ist mehr eine “virtuelle Wunschtemperatur”. Der genaue Wert hat keine wirkliche Aussagekraft, aber wenn man die “Raumtemperatur” in der Anlage verstellt, verschiebt man normalerweise nur die Heizkurve um den gleichen Betrag parallel nach oben oder unten. Die Einstellung ist also ein einfacher Weg, die Temperatur im ganzen Haus zu erhöhen oder zu erniedrigen. Da das aber das Gleiche ist, wie die Parallelverschiebung der Heizkurve zu verstellen, würde ich empfehlen, die Raumtemperatur einmal auf 21 oder 22 Grad zu stellen und danach nicht mehr anzufassen (außer man will z.B. die Temperatur im Haus bei längerer Abwesenheit senken).

Das ist eine vereinfachte Darstellung, die Auswirkungen können je nach Steuerung, die in der Anlage verbaut ist, leicht unterschiedlich sein.

Raumthermostaten

Erst im letzen Schritt geht man die Raumthermostaten (die bisher ja voll geöffnet waren) an. Diese werden so eingestellt, dass sie bei Überschreiten der gewünschten Raumtemperatur den Stellantrieb schließen. Hat man die Heizkurve und den hydraulischen Abgleich richtig gemacht, passiert das eigentlich nicht, da ja die Heizung jeden Raum genau auf die Wunschtemperatur bringt, aber nicht höher heizt. Der einzige Grund für eine Schließung der Stellantriebe ist dann noch, wenn Fremdwärme (Sonneneinstrahlung, Kochen/Backen, Duschen/Baden oder viele Menschen) in den Raum gelangt. Denn davon kann die zentrale Heizung ja nichts wissen. Ein ständiges rauf- und runterdrehen der Raumthermostaten ist dann nicht mehr nötig (das bringt bei der trägen Fußbodenheizung sowieso wenig) und sollte unterbleiben.

Fazit

Die Einstellung der Heizung ist ein komplexer Vorgang, der einiges an Geduld und Aufmerksamkeit braucht. Nachdem man sich die Mühe gemacht hat, kann man sich immer über angenehm temperierte Räume freuen und spart auch noch Energie und Heizkosten!

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